Gneisenaustadt Schildau - Sportfreundliche Kommune 2008

Die Freude war riesengroß, als die Stadt Schildau am 05. Mai 2008 durch den Landessportbund in der Kategorie bis 5000 Einwohner zur sportfreundlichsten Kommune des Freistaates Sachsen gewählt wurde.

Der Vizetitel 2007 "…hat uns, die Bürger Schildaus, Mitglieder der Sportvereine als auch Stadtrat und Stadtverwaltung angespornt, in diesem Jahr noch besser zu werden", formulierten die Schildauer in ihrer aktuellen Bewerbung. So ist es ihnen gelungen, das gesamte Engagement auf eine noch breitere Basis zu stellen und somit den Grad der Organisation in Sportvereinen zu erhöhen. In konkreten Zahlen sieht das so aus: Von den insgesamt 3692 Einwohnern der Kommune Schildau sind zurzeit 1040 im Sport organisiert.

Daraus wiederum ergibt sich der eingangs erwähnte Organisationsgrad von 28,2 Prozent. Punkten konnte die Gneisenaustadt vor allem mit der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Vereinen. So unterstützt Schildau die Sportarbeit materiell mit Vertretern des Bauhofes bei der Rasenpflege und Platzbearbeitung. Auch im Hallenbereich werden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten übernommen.

Angestellte der Stadt unterstützen die Vereine in der Verwaltungsarbeit, auf finanziellem Gebiet und in der rechtlichen Beratung sowie bei der Beantragung von ABM-Stellen. Vor allem die sportlich orientierte Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wird in Schildau großgeschrieben. "Die Kinder beteiligen sich an der Olympiade für Einschulkinder und am Teddy-Cup des Kreissportbundes Torgau-Oschatz. Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern und Freude am Sport zu wecken, um sie später als neue Mitglieder für die Vereine zu gewinnen", heißt es in der Bewerbung der Schildauer um den Titel "Sportfreundliche Kommune 2008".

Auch finanziell hat die Gneisenaustadt in den vergangenen Jahren viel für die Entwicklung des Sports getan. So belaufen sich die jährlichen Zuschüsse für die Unterhaltungen und die Betriebskosten der Sportanlagen auf immerhin 52 300 Euro. Damit nicht genug. Reichlich 4,3 Millionen Euro hat die Stadt in der Vergangenheit in den Neubau und die Sanierung von Sportanlagen investiert. Zudem belohnt die Stadt gute sportliche Leistungen mit Freikarten für das Erlebnisbad, Kegel- und Bowlingbahn, Museum und Kulturveranstaltungen.

Überzeugt hat Schildau des Weiteren durch die Vielseitigkeit des sportlichen Angebots. Denn hier wird bei Weitem nicht nur Fußball oder Volleyball gespielt, eine ruhige Kugel geschoben oder beim Tischtennis gegen den Ball gehauen. In Schildau können auch Sportarten wie Judo, Turnen, Bowling, Gymnastik, Schach, Reiten Kutschen fahren, Schießen, Rudern, Billard, Schwimmen, Nordic Walking und Tai Chi aktiv betrieben werden. Des Weiteren werden in der Bewerbung der Behindertensport und das Wandern auf dem Naturlehrpfad aufgeführt. Im Behindertenheim in Sitzenroda werden 40 Bewohner betreut. So haben sich drei Sportgruppen neu gebildet. Zwei Mal im Jahr werden Sportfeste und ein Crosslauf veranstaltet. Und im Reiterhof Taura haben die Bewohner wöchentlich die Möglichkeit, am therapeutischen Reiten teilzunehmen. Der Sport vermittelt den Bewohnern des Heimes Spaß und Lebensfreude, fördert das Selbstwertgefühl und die Überwindung eigener Grenzen.

(Text basiert auf Artikel in der Torgauer Zeitung vom 08.05.2008)

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